Heutzutage kennen die Leute von allem den Preis und von nichts den Wert (Oscar Wilde)

Seit Jahren beschäftigt die Diskrepanz zwischen Preis und tatsächlichem Wert der in der Landwirtschaft produzierten Lebensmittel die srakla. Denn schliesslich geht es bei den Nahrungsmitteln um Lebensmittel, die für das Leben-Können grundlegend sind. Für viel Anderes wird Geld und zwar sehr viel Geld ausgegeben, auf das ohne Schaden für die Existenzsicherung verzichtet werden könnte.
Tatsache ist, dass der Anteil der Kosten für Nahrungsmittel am Haushaltbudget seit Jahren sinkt, während er in anderen Bereichen kontinuierlich steigt. Aktuell sind es noch etwas über 6%. Nur in ganz wenigen anderen Ländern der Welt ist der Anteil geringer. Ein bisschen höhere Lebensmittelpreise wären für die meisten Konsumenten absolut verkraftbar. Warum es trotzdem schwierig ist, ihnen das klar zu machen, steht im folgenden srakla-Bericht.

Stellungnahme zur Agrarpolitik 2014-2017

Die Stellungnahme der srakla beruht primär auf den durch die Statuten vorgegebenen Zielen und dem im Herbst 2010 veröffentlichten Grundsatzpapier “Wege zu einer zukunftsfähigen Agri-Kultur”. Die Statuten verpflichten die srakla, “die Sorgen und Ängste der Bauernfamilien ernst zu nehmen” und die “Werte der bäuerlichen Kultur für unsere Gesellschaft” aufzuzeigen.

Zukunftsfähige Agrikultur” bedeutet:

  • Wirtschaftliche, ökologische und soziale Ziele werden gleichermassen optimiert.
  • Jedes Land kann souverän über die Gestaltung der Agrikultur-Politiken entscheiden.
  • Gesunde kleinere und mittlere Landwirtschaftsbetriebe sind zu unterstützen, denn sich sichern weltweit die Ernährung.
  • Es kann kein Ziel sein, dass immer noch weniger Leute in der Agrikultur ein Auskommen finden. Die Landwirtschaft soll möglichst vielen Menschen Arbeit und Auskommen geben, ganz entsprechend der Vision in der Vernehmlassungsvorlage (S.84): «Die Land- und Ernährungswirtschaft leistet einen wichtigen Beitrag für die Beschäftigung im ländlichen Raum.»

Die weltweite Problematik der Landwirtschaft ist bekannt: Hunger, Übergewicht, Armut, Preisdruck, Betriebsaufgaben, Nachfolgeprobleme, Klimawandel, Bedrohung der Biodiversität, Wasserknappheit …
Wir glauben aber an die Verheissung eines neuen Himmels und einer neuen Erde. Daher suchen und bauen wir

Wege zur zukunftsfähigen Agri-Kultur

Wir sind überzeugt, dass es diese Wege gibt. Wir wissen aber auch, dass der Weg ins Gelobte Land durch die Wüste führt.
Drei Schritte sind uns wesentlich:

Erster Schritt: Agri-Kultur statt Land-Wirtschaft

Zweiter Schritt: Spiritualität

Dritter Schritt: Mut zur Ethik